Alltag · erleben · Schule

KW 22, 23 &24

Ohje, langsam wird es unübersichtlich! 3 Wochen zusammen gefasst! Dabei waren sie gar nicht so ereignislos … Wir waren im Urlaub, von Mitte KW 23 bis Mitte KW 24. Weil ich Anfang des Jahres mit einem gebrochenen Fuß schon zu Hause saß, habe ich mir einige Gedanken um unsere Urlaubsplanung gemacht… und entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten auch schon einiges gebucht. Naja, die gewonnenen Erfahrungen belehren mich eines besseren: nicht nochmal! Besser wie sonst auch immer: spontan 😉

Urlaub. Immerhin konnten wir unseren Urlaub antreten – wir waren auf einem Bauernhof bei Ravensburg. Es hat fast die ganze Woche geregnet. Aber in der aktuellen Situation war es für uns alle gut, mal wieder raus zu kommen! Die Ferienwohnung war für unsere Verhältnisse riesengroß und total durchdacht. Es gab keinen überflüssigen Deko-Schnickel an den Wänden oder auf den Ablagen, dafür aber beispielsweise einen zentralen Staubsauger. Leider konnten die Kinder corona-bedingt nicht so viel auf dem Hof mitmachen und wegen des Wetters auch kaum den Spielplatz direkt am Haus nutzen. Gut mit Regenjacken, etc. ausgestattet waren wir aber z.B. im Ravensburger Spieleland (sehr gut bei Regenwetter 😉 Man muss kaum anstehen an den Attraktionen), in Lindau, in Ravensburg selbst, bei den Pfahlbauten in Uhldingen und in Friedrichshafen. Wir lernten das Kirschenland kennen und 2 von uns 7* waren sogar im Bodensee baden.

(*huch, warum 7? K1 durfte eine Freundin mitnehmen. Weil wir so viele sind, brauchten wir 2 Ferienwohnungen… wir haben gerade eine komische Gruppengröße: zu wenig für eine echte Gruppe, zu viele für eine normale Familie. Und damit K1 nicht allein in der 2. Ferienwohnung sein musste, war das die beste Lösung für uns alle. Zumal wir ins Auto ja 7 Menschen rein bekommen 🙂 Außer für An- und Abreise, also mit Gepäck, aber da fuhren die zwei Zug)

Schule n.C.. In KW 22 hatte ich meinen ersten Unterricht nach dem Lockdown. In Ethik, Klassenstufe 11. Dieses Fach eignet sich sehr gut, um die Erfahrungen der letzten Wochen, Monate aufzugreifen und darüber nachzudenken. Dazu wollte ich meine Schüler*innen zwingen (der sanfte, pädagogische Zwang!) und teilte ihnen einen Brief aus – 2 Blätter, davon war aber nur das erste bedruckt und das zweite bestand nur aus einer Zeile. Diesen sollten sie ausfüllen und in einen (von mir selbst gebastelten) Briefumschlag stecken, an sich bei ihren Eltern adressieren. Ich schicke die Briefe in 10 Jahren zu. Bevor ich euch den Brief hier einbinde – als Bild zur Inspiration (Lizenz: CC-by-SA, also OER), noch vier Anmerkungen vorweg: 1. Hätte ich das zu Beginn meines echten Lehrerdaseins gemacht, hätte ich dieses Jahr die ersten Briefe verschickt… 2. meine Schüler*innen diskutierten, was mit den Briefen passiert, wenn sie vorher sterben. (auf diesen Gedanken bin ich nicht gekommen!) Sie einigten sich darauf, dass ich die Briefe trotzdem verschicken soll und dass ihre Eltern dann einen Gruß von ihnen bekommen. Diesen Gedanken fanden sie sehr tröstlich und schön. 3. echter Unterricht ist soooo wichtig! Die Gruppendynamik, die dabei entsteht, bekommt keine Videokonferenz hin. Man merkt sofort, wie die anderen, auch wenn sie 1,5m weit weg sitzen, mit der Situation umgehen, wie sie reagieren, etc. Das macht so viel aus! und 4. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich diese Reflexion gestalte. Die Idee mit dem Zeitkapsel-Brief schien mir am sinnvollsten, weil die Schüler*innen dann anders schreiben / sich öffnen / nachdenken konnten, als wenn die Briefe z.B. direkt vorgelesen oder besprochen würden. So war es eine sehr persönliche Erfahrung, die aber in der Gruppe statt fand. Gesprächsbedarf war natürlich trotzdem genug da und es war auch genug Raum um dem nachzugehen.

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